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„Nur wer auch selbst bereit ist Risiken einzugehen, der kann das auch von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwarten“

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In unserer Reihe Diversity@NORMA zeigen wir die Vielfalt an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bei der NORMA Group arbeiten. Im Jahr 2021 liegt der Fokus der Reihe auf den Mitarbeiterinnen der NORMA Group. Kolleginnen aus den unterschiedlichsten Abteilungen und Ländern berichten über ihre beruflichen und persönlichen Erfahrungen und geben Einblick in ihre Wünsche für die Zukunft.

Adriana Pampanas arbeitet als Senior Commodity Buyer Temp Labour, Real Estate & Projects bei der NORMA Group in Maintal. Im Interview berichtet sie von beruflichen Vorbildern, ihrer Leidenschaft für ihren Beruf und sozialen Veränderungen. 

Adriana, welche Frau hat Dich in Deinem Leben am stärksten geprägt? Und warum?

In meinem Leben gibt es zwei Frauen, die mich in besonderem Maße geprägt haben – meine Großmutter und meine Mutter. Meine Großmutter ist eine so großzügige, unabhängige und selbstbewusste Frau. Sie hat immer hart gearbeitet und immer dafür gesorgt, dass es ihrer Familie gut geht. Dies schließt auch die Auswanderung aus der Dominikanischen Republik in die USA ein, um ihrer Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Und trotz ihrer bescheidenen Anfänge war sie immer bestrebt, das, was sie hatte, großzügig mit anderen zu teilen.

Auch meine Mutter – sie ist mein ganzes Leben lang meine größte Unterstützerin – hat mich sehr geprägt. Sie hat mich immer in allem ermutigt, was ich für mich selbst erreichen wollte, auch wenn ich mir nicht sicher war, ob dies möglich ist. Ob es nun darum ging die Welt zu entdecken, andere Kulturen kennenzulernen, einen weiteren Bildungsabschluss zu machen, eine neue Karriere in einem anderen Land einzuschlagen, ich könnte diese Liste endlos weiterführen. Sie hat mir beigebracht, sich hohe Ziele zu setzen, immer an mich selbst zu glauben und als versierte Geschäftsfrau, die sie ist, dass alles im Leben verhandelbar ist.

 Hast Du ein berufliches Vorbild?

Aktuell habe ich tatsächlich sogar drei berufliche Vorbilder. Drei starke, selbstbewusste und bemerkenswerte Frauen. Mein erstes berufliches Vorbild ist Ruth Bader Ginsburg, die ehemalige Richterin des Obersten Gerichtshofs der USA. Sie war eine furchtlose, hoch intelligente und sehr empathische Frau. Sie hat für uns Frauen hier in den USA viel erreicht, zum Beispiel im Bereich der gleichen Bezahlung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt. Auch Hilary Clinton ist für mich ein berufliches Vorbild. Sie hat tolle Führungsqualitäten, lässt sich von Kritik nicht unterkriegen und setzt sich seit Jahrzehnten für mehr soziale Gerechtigkeit ein. Und last but not least, ist Oprah Winfrey ein großes berufliches Vorbild für mich. Sie stammt aus armen Verhältnissen und hatte in ihrer Jugend kaum finanzielle und materielle Mittel zur Verfügung. Dies hat sie jedoch nicht daran gehindert, mutig alle Hindernisse zu überwinden und ihre Träume zu verwirklichen. Sie ist bekannt für ihre umfangreichen philanthropischen Bemühungen, gibt der Gesellschaft regelmäßig etwas zurück und verfügt über ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten. Sie erreicht und inspiriert Millionen von Menschen. Diese drei außergewöhnlichen Frauen haben mir großartige Beispiele für weibliche Führung geliefert.

Warum bist Du beruflich dort, wo Du heute bist? Und welche Bedeutung hat Dein Beruf für Dich?

Beruflich bin ich heute dort, wo ich bin aus vielen verschiedenen Gründen. Unter anderem lege ich immer eine positive Denkweise an den Tag, gehe meine Arbeit mit Leidenschaft an und suche immer nach neuen Herausforderungen, die mir die Möglichkeit geben, mich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln.

Neben meinem Jurastudium an der George Washington University habe ich mich beispielsweise für einen MBA in Spanien entschieden, um neue Perspektiven zu gewinnen und mehr berufliche Möglichkeiten zu bekommen. Nach meiner juristischen Laufbahn in den USA und Spanien arbeite ich nun bei der NORMA Group in Deutschland und lerne Deutsch, eine für mich neue Sprache. Ich glaube, dass Veränderungen immer gut sind, weil wir wachsen, wenn wir unsere Komfortzone verlassen.

Ich schätze meine Karriere sehr, da es mir sehr wichtig ist, einer Arbeit nachzugehen, die mir einen Sinn gibt. Es ist mir wichtig, dass ich etwas bewegen und die Entwicklung eines Unternehmens und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv beeinflussen kann. Es macht mir wirklich Spaß, Beziehungen aufzubauen, positive Veränderungen herbeizuführen, mit wunderbaren Kolleg:innen aus der ganzen Welt zusammenzuarbeiten und zu verhandeln – was ich sehr spannend finde. Genau das habe ich im Moment und deshalb bin ich sehr glücklich.

Was hat sich während Deiner beruflichen Laufbahn gesellschaftlich verändert?

In den letzten Jahren hat die Bedeutung nachhaltiger Geschäftspraktiken zugenommen. Meiner Meinung nach müssen Unternehmen bei der Führung ihres Unternehmens dem Thema soziale Auswirkungen Priorität einräumen, z.B. der Wertschätzung ihrer Mitarbeiter:innen, der Gemeinschaft etwas zurückgeben und ihre Auswirkungen auf die Umwelt minimieren. Unternehmen, die erfolgreich sein wollen, können sich nicht mehr nur auf den Gewinn konzentrieren. Sie müssen das große Ganze anstreben und dies ganzheitlich tun. Ich finde es toll, dass heute mehr Wert auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihr Wohlergehen gelegt wird und ich hoffe, auch weiterhin Teil dieser positiven gesellschaftlichen Veränderungen zu sein.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft und hast Du einen Rat an alle Frauen?

Ich wünsche mir, dass Unternehmen und ihre Führung weiterhin die große Verantwortung, die sie für ihre Mitarbeiter:innen und die Umwelt tragen, erkennen und dies durch ihre Worte sowie ihr Handeln zeigen. Konsistenz und Authentizität sind hier das A und O. Ich hoffe, dass in Zukunft immer mehr Unternehmen Menschen und Umwelt über den Gewinn stellen, denn ich glaube fest daran, dass großer Erfolg entsteht, wenn man Dinge gut macht und sie sich „richtig“ anfühlen. Ich würde mir auch wünschen, dass Führungskräfte ihre Teams mit Empathie führen und bereit sind, Ängste zu überwinden, um mutig Neues auszuprobieren. Wir müssen alle bereit sein Risiken einzugehen, um innovativ zu sein. Nur wer bereit ist, selbst Risiken einzugehen, kann dies auch von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwarten. Vor allem wünsche ich mir, dass die Menschen Freude an dem haben, was sie tun, und diese Freude verbreiten!

Ich möchte allen Frauen diesen Rat geben: Seid mutig und furchtlos in Euren Ambitionen. Habt keine Angst zu scheitern, denn Misserfolge sind einfach eine Gelegenheit zum Lernen. Setzt Euch hohe Ziele. Bringt Leidenschaft in Euer Leben und ihr werdet es weit bringen. Vergesst nicht, Euch mit Menschen zu umgeben, die Euch inspirieren und unterstützen, denn wir alle brauchen einander. Wie schon der Dichter Rumi sagte: „Set your life on fire and seek those who fan your flames.”

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