Rene Schindler befindet sich in der Werkstatt
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„Geht nicht, gibt es nicht“

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In unserer Reihe NORMAPeople berichten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit von ihrem Arbeitsalltag und darüber, wie sie zum Unternehmen gekommen sind und was sie an ihrer Arbeit schätzen.

Rene Schindler arbeitet als Produktingenieur am Hauptsitz der NORMA Group in Maintal. Im Interview erzählt er von seinem beruflichen Werdegang, seinen Projekten und seinen Zukunftswünschen.

Rene, wann haben Sie angefangen, bei der NORMA Group zu arbeiten und wie sind Sie in Ihre heutige Position gekommen?

Ich habe 2010 als externer Konstrukteur bei der NORMA Group angefangen und bin seit 2013 festangestellter Mitarbeiter. Im September 2014 habe ich angefangen, neben meiner beruflichen Tätigkeit Maschinenbau zu studieren und ein Jahr später, ist eine Stelle im Engineering frei geworden. Auf diese Position habe ich mich beworben und wurde eingestellt – seitdem arbeite ich im Engineering.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus? Gibt es diesen typischen Arbeitstag überhaupt?

Es gibt gewisse Termine, die regelmäßig am Tag stattfinden, Telefonkonferenzen zum Beispiel. Auch konstruiere ich nebenbei viel, insbesondere für Projekte, die die Elektromobilität betreffen. In diesem Bereich arbeite ich an einigen Produkten mit.

Da ich unter anderem Zeichnungen für die Kolleginnen und Kollegen aus dem Musterbau anfertige, kommen diese regelmäßig mit Fragen und Problemen zu mir. Manchmal gehe ich auch zu ihnen in die Werkstatt, um die bestehenden Fragen zu klären oder Lösungen für Probleme zu erarbeiten. Man muss flexibel reagieren – einen typischen Arbeitsalltag gibt es eigentlich nicht.

Was war das spannendste Projekt, an dem Sie bisher gearbeitet haben?

Ein spannendes Projekt war die Arbeit an einem Elektro-LKW im Jahr 2016. Dies war mein erstes großes Projekt, an dem ich primär für die Projektleitung zuständig war und mir viel Verantwortung übertragen wurde. Seitdem bin ich oft bei großen Projekten im Bereich Elektromobilität dabei. Außerdem unterstütze ich das Rennautoprojekt FaSTDa Racing der Hochschule Darmstadt.

Das für mich wichtigste Projekt ist allerdings der eM Twist. Ich habe den Steckverbinder bereits 2017 in CAD konstruiert und auch 3D-Druckteile produzieren lassen. Zu diesem Zeitpunkt war das Projekt noch nicht spruchreif. Ein Jahr später, Ende 2018, wurde dann ein neuer Steckverbindung für Elektrofahrzeuge benötigt. Dieses Produkt musste aufgrund seines Verwendungszwecks verschiedene Anforderungen erfüllen, beispielweise musste es leichter sein als andere Steckverbinder. Diesen Anforderungen entspricht der eM Twist, sodass aus meiner Entwicklung ein offizielles Projekt entstand. Im darauffolgenden Jahr haben wir die Entwicklung des Steckverbinders weiter vorangetrieben und den eM Twist 2020 auf den Markt gebracht.

Was gefällt Ihnen am meisten an Ihrer Tätigkeit?

Der Kontakt mit vielen unterschiedlichen Leuten ist spannend. So arbeite ich mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt zusammen. Ich habe zum Beispiel viele Kontakte nach Schweden, Polen, Serbien und Amerika – man hat immer viele Leute um sich herum. Davon abgesehen gefällt mir, dass ich zwar versuchen kann, meinen Tag zu planen, aber ich auch immer darauf gefasst sein muss, dass Plan A nicht funktioniert. Dann brauche ich schnell einen Plan B. Flexibilität ist deshalb wichtig. Für mich gilt: Geht nicht, gibt es nicht.

Was ist für Sie wichtig, um sich in ihrem Arbeitsalltag wohlzufühlen?

Mir ist wichtig, dass wir als Team gut zusammenarbeiten und dass die Projekte gut laufen. Am schönsten ist es, wenn darüber hinaus der Kunde mit unseren Produkten glücklich ist und wir seinen Auftrag zufriedenstellend ausführen können. Das trifft auch auf eines unserer momentanen Prototypenprojekte zu: Als Service bieten wir an, dass wir unsere Teile selbst vor Ort einbauen. Und sollten vor Ort Probleme auftreten, können wir diese gleich lösen. Das ist spannend und macht mir viel Spaß. Ich bin stolz auf mein Team und unsere Arbeit.

Wie sieht Ihre Freizeitgestaltung aus? Haben Sie Hobbys, die mit Ihrem Beruf in Verbindung stehen?

In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit dem Tuning und der Restauration von Oldtimern. Ich bin selbst Teil eines Rennteams. Dort ist es ähnlich wie auf der Arbeit: Wir sind ein kleines Team und wenn wir etwas planen, funktioniert das nicht immer so, wie wir es uns vorgestellt haben. In diesem Fall müssen wir uns gemeinsam überlegen, wie wir das aufgetretene Problem lösen können. Und dies schnellstmöglich, schließlich möchten wir Rennen fahren und nicht diskutieren. Man kann sagen, ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass respektvoll miteinander umgegangen und die Arbeit der Mitmenschen wertgeschätzt wird. Ich selbst bin eine Person, die immer positiv in die Zukunft blickt und versucht, das Negative auszublenden. So habe ich das erreichen können, was ich heute erreicht habe – denn durch Negativität vergrault man nicht nur die Kunden, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen. Nur als Einheit können wir vorwärtsgehen, uns weiterentwickeln, gute Arbeit leisten und am Ende auch positive Zahlen erreichen.

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