Kinder spielen im Wasser
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„NORMA Clean Water“ – Aktives Engagement für sauberes Trinkwasser und mehr Gleichberechtigung

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Als Hersteller von Produkten für das Wassermanagement weiß die NORMA Group um die immense Bedeutung von sauberem Trinkwasser. Bereits seit vielen Jahren setzt sich der Konzern in Zusammenarbeit mit der Kinderhilfsorganisation Plan International weltweit für eine bessere Wasserversorgung ein. Dafür steht das Projekt „NORMA Clean Water“.

Das Engagement im Rahmen von „NORMA Clean Water“ begann im Jahr 2014 in der Nähe des Produktionsstandorts der NORMA Group im Großraum Pune, Indien. Dort wurden bis zum Projektabschluss im Jahr 2018 an insgesamt 27 Schulen bauliche Maßnahmen zur Instandsetzung bzw. Renovierung an den Sanitäranlagen vorgenommen, um die Entstehung von Krankheiten durch verunreinigtes Trinkwasser bzw. unzureichende Hygiene zu verhindern. Heute profitieren viele Schüler:innen und Lehrer:innen von den in Indien umgesetzten Maßnahmen.

Auf diesem Erfolg aufbauend wurde NORMA Clean Water seit 2017 im Nordosten Brasiliens in den Regionen Codó und Peritoró im Bundesstaat Maranhão fortgesetzt. Die erste Projektphase in Brasilien wurde im Jahr 2020 abgeschlossen. Es ist Zeit, auf die Ergebnisse zu blicken.

Neue Wasserversorgungssysteme für ein besseres Leben

Der brasilianische Bundesstaat Maranhão ist von großer Trockenheit geprägt. Nur ein geringer Teil der dort ansässigen Haushalte verfügt über einen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die schlechten Hygienebedingungen wirken sich negativ auf die Gesundheit der Menschen aus. Diesen Zustand wollte die NORMA Group ändern. Das erklärte Ziel dabei lautete, die Lebens- und Gesundheitsbedingungen von Kindern und ihren Familien zu verbessern. Mit ihrem Partner PLAN International hat die NORMA Group vier neue Wasserversorgungssysteme in sechs ländlichen Gemeinden der Regionen Codó und Peritoró installiert. Auch wurden zwei dort bereits existierende Versorgungssysteme reaktiviert. Damit erhielten über 600 Familien einen verbesserten Zugang zu sauberem Wasser.

Um den Erfolg von NORMA Clean Water langfristig zu sichern, wurden in jeder Projektgemeinde Wasserkomitees für ein nachhaltiges Management der Wasserversorgungssysteme gegründet. Die Komitees sind aktiv in die Umsetzung und Instandhaltung der neuen Versorgungssysteme einbezogen. In ergänzenden Schulungen vertieften die Mitglieder ihr Wissen zu den Themen Gesundheit, Hygiene und Gleichberechtigung, aber auch hinsichtlich Konfliktlösung und Partizipation. Ganz wichtig ist dabei der persönliche Austausch. Dazu fanden auch jährliche Treffen statt, in denen die Komitees ihre Erfahrungen untereinander austauschen und Fragen an Spezialisten:innen stellen konnten.

Auch die Gemeindemitglieder bildeten sich in Workshops zu einem verantwortungsvollen Umgang mit sauberem Wasser weiter: Rund 700 Personen nahmen an weiteren Schulungen teil, darunter auch knapp 400 Frauen und Mädchen. Die Trainingsfelder umfassten nicht nur die Bereiche nachhaltige Wassernutzung, Hygiene oder gesunde Lebensgewohnheiten, sondern legten auch einen besonderen Fokus auf das Thema Gleichberechtigung bei der Hausarbeit.

Gleichberechtigung – ein wichtiger Bestandteil von „NORMA Clean Water“ in Brasilien

Durch die neuen Wasserversorgungssysteme hat die NORMA Group nicht nur die Hygienestandards und Gesundheitsbedingungen in den Projektgemeinden deutlich verbessert. Die Maßnahmen entlasten auch die weiblichen Gemeindemitglieder spürbar, denn traditionell sind junge Frauen und Mädchen für die Bereitstellung von Wasser verantwortlich. Um an eine Wasserquelle zu gelangen, müssen sie häufig weite Wege zurücklegen. Von den neuen Wasserversorgungssystemen profitieren vor allem Dorfbewohnerinnen bei ihrer Arbeit im Haushalt. Dadurch wird auch Raum für die gleichberechtigte Teilnahme am Schulunterricht und das Wahrnehmen von Bildungsmaßnahmen geschaffen. Für Gleichberechtigung setzt sich „NORMA Clean Water“ auch im Rahmen der Gründung der Wasserkomitees ein. So wird darin vor allem die Teilnahme von Frauen und Mädchen gefördert. Zudem wird die Thematik der Geschlechtergleichstellung in den Gemeinden durch Schulungen zu Menschenrechten sowie Gleichberechtigung erläutert.

Ein Beitrag zu gesunder Ernährung

Die NORMA Group und Plan International setzen sich im Rahmen von NORMA Clean Water auch aktiv für eine gesunde Ernährung ein. In drei Projektgemeinden wurden 60 Familien dabei unterstützt, Gemüsegärten für die Gemeinschaftsnutzung anzulegen. Zudem wurden mithilfe von Workshops Kenntnisse für den Gemüseanbau und gesunde Ernährung vermittelt. In einer der Gemeinden liegt der Gemüsegarten auf dem Schulgelände und wird so auch aktiv in den Schulunterricht integriert. Diese Maßnahme trägt damit einerseits dazu bei das Nahrungsmittelangebot der Menschen zu diversifizieren und andererseits das Agrar-Wissen zu vertiefen.

Fortsetzen des Engagements

Das „NORMA Clean Water“-Projekt in Brasilien zeigt deutlich, dass der erleichterte Zugang zu sauberem Wasser sich nicht nur positiv auf die Gesundheit auswirkt, sondern auch auf die Bildungssituation der Dorfgemeinschaft – insbesondere die der Mädchen und Frauen. So werden die Projektregionen darin unterstützt, sich ganzheitlich nachhaltig entwickeln zu können.

Aufgrund der bisherigen Projekterfolge und des anhaltenden Bedarfs in der Projektregion, hat die NORMA Group das Engagement in Brasilien um eine zweite Projektphase mit einer Laufzeit von drei weiteren Jahren verlängert. Der Fokus liegt unter anderem auf der weiteren Beratung beim Obst- und Gemüseanbau sowie der Organisation von Workshops und Ausstellungen, um die Themen Gesundheit, Hygiene und Gleichberechtigung fortgesetzt in den Gemeinden zu etablieren. Außerdem wird das Projekt auf zwei weitere Gemeinden ausgeweitet, in denen ebenfalls zunächst Installationen von Trinkwassersystemen, Gründung von Wasserkomitees und Workshops zur Gleichberechtigung umgesetzt werden. Durch die Erweiterung sollen zusätzlich rund 3.800 Personen einbezogen werden. Nicht zuletzt erhält das Projekt auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie besondere Bedeutung. Die Erfolge der ersten Maßnahmen – ein verbesserter Zugang zu Wasser und ein besseres Verständnis von Hygiene – können einen wirksamen und anhaltenden Beitrag zur Eindämmung von Virusinfektionen leisten.

Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie der NORMA Group

Die NORMA Group hat Nachhaltigkeit und die Agenda 2030 bereits seit Jahren fest in der Unternehmensstrategie verankert.  Das Projekt „NORMA Clean Water“ trägt dabei zur Erfüllung einiger Nachhaltiger Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bei. Unter anderen leisten die durchgeführten Maßnahmen einen Beitrag zu den Zielen 3 „Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern“,  5 „Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen“ und 6 „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten“.

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